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Zufall und Schicksal - bestimmt sie de Mensch?

 

Manuel Tögel
Zufall und Schicksal sind Ausdrücke, die wir gerne verwenden, wenn uns etwas Unvorhergesehenes, etwas Unabwendbares trifft. Beim Schicksal sind es mehr die negativen Seiten unserer Lebensgeschichte. Sie treffen uns gleichsam aus heiterem Himmel und wir antworten stöhnend: „Das ist Schicksal“. Der Zufall hat ein Ähnliches an sich, doch meistens merken wir ihn in seiner positiven Seite, in den so genannten „Zufällen des Lebens“. Wir treffen z.B. einen bekannten Menschen am anderen Ende der Welt. Wir erleben viel in dieser Hinsicht, das ist eben Zufall. Zufall und Schicksal – bestimmt sie der Mensch? Friedrich Hebbel gab seinem großen Drama „Gyges und sein Ring“ ein Leitmotiv:

 

          „Ein Regenbogen, der, minder grell als die Sonne strahlt
          in gedämpftem Licht, spannt sich über das Bild.
          aber er sollte nur funkeln und nimmer als Brücke dem Schicksal
          dienen, denn dieses entsteigt einzig der menschlichen Brust“

 

Gilt für den Zufall das Gleiche wie für das Schicksal? Schicksal kommt von Geschick. Wer aber schickt es? Hebbel sagt: Das entsteigt der Brust des Menschen. Das ist eine große Antwort auf eine gewichtige Frage, denn von dieser hängt sehr viel ab. Das Leben und seine Gestaltung sind davon betroffen. Wie frei kann ich mein Leben gestalten, wenn es im Schicksal eingebettet ist und von Zufällen erschüttert wird? Sind die so genannten Umstände, die unser Leben in eine Bahn zwingen, nicht gewichtiger als der Wille des Menschen, sein Leben frei zu gestalten? Beginnt denn nicht das Leben jedes Menschen mit dem Zufall der Geburt, dem Hineingestoßenwerden in Verhältnisse, die das Leben fortan bestimmen werden? Ist das nicht das Ausschlaggebende? 

Was die Frage des Schicksals betrifft, gibt es im Grunde genommen zwei Theorien, die die abendländische Geschichte durchgeistern. Die eine Theorie, vor allem von Augustinus und Luther vertreten, lautet: Das Leben ist vorherbestimmt im Plane Gottes. Gegen diese Vorherbestimmung kann der Mensch nichts anderes machen, als sie geduldig auszuleben. Diese Ethik ist in der abendländischen Welt über weite Strecken bestimmend gewesen und sie hat auch heute noch eine Bedeutung. Denken Sie z.B. an den Spruch: „Das Leiden geduldig ertragen“. Das wird häufiger gesagt und manchmal scheint es mir, als ob eine Zynik daraus hervortritt. Ich glaube, die Theorie der Vorherbestimmung wäre nur dann sinnvoll anzunehmen, wenn es dem Menschen möglich wäre, den Sinn von Leid in jeder Hinsicht zu erfassen. Das können wir aber höchstens in einem eingeschränkten Maße.

Ich habe schon von der Geduld dem Leiden gegenüber gesprochen. Dies verbietet allerdings, hinter jedem Leiden einen Sinn zu sehen. Welches Leid ist denn genau genommen produktiv für die Entwicklung? Vielleicht reift der Mensch am Leid, aber das merkt er höchstens im Nachhinein. Doch nicht immer gibt das Leiden die Möglichkeit der Entwicklung und der Reife. Denken Sie an das Kind, das leidet. Im Grunde genommen wird gerade in diesen Situationen das Leiden traumatisch, eine Wunde, die eben nicht verheilt, die auch einen Reifungsprozess zu blockieren vermag. Ich könnte viele Beispiele geben, an denen wir sehen können, dass Leid eben nicht mit Sinn verbunden ist, nicht unbedingt produktiver Faktor der menschlichen Entwicklung sein kann. Die Vorherbestimmung des menschlichen Lebens, wie es verläuft, wie es gestaltet wird in einem Schöpfungsplan, in einem Plan der Weltseele, ist eine problematische Angelegenheit, sei es in einem wie auch immer zu denkenden Allwirken oder in Gott. Der Unterschied zwischen beiden ist schwierig, denn wir gehen ja von dem Gedanken aus, dass, wenn es Gott gibt, jeder Begriff, jede Bestimmung von ihm unzureichend ist. Trotzdem ist der Name Gottes für das, was wir glauben und empfinden, wohl der Name, der dem am nächsten kommt.

Die andere Theorie ist, dass der Mensch als Individuum, als schöpferisches Wesen sein Leben durchgängig selbst zu gestalten vermag, aus der Vernunft, dem Selbstbewusstsein und aus der Bildung heraus, aus seiner Geistigkeit und seiner Menschlichkeit. Diese Theorie wurde vor allem durch Erasmus von Rotterdam und den Humanisten der Neuzeit vertreten. Aus dem freien Willen heraus Leben gestalten zu können, Leben in Freiheit zu leben, auch dieser Theorie kann man mit Skepsis begegnen, denn der Erwerb der Vernunft, der Erwerb der Bildung ist allemal von Umständen und äußeren Gegebenheiten abhängig. Denken Sie an die Generation, die 1939 vielleicht gerade ihr Abitur machte. Ähnliches werden Sie bei der Generation von 1914 sehen, die gerade in ihrer Bildung stand. Welche Möglichkeiten hatten sie? Hat ihnen nicht die Zeit, in der sie lebten, vieles von den Möglichkeiten genommen, sich zu entfalten, Leben zu gestalten? Das war sicher auch eine finanzielle Angelegenheit, aber nicht nur. Möglichkeiten der Entfaltung sind einfach zerstört worden. Entwicklung braucht auch einen Schutz, gerade beim Kind und beim Jugendlichen, aber auch sonst. Entwicklung muss begleitet, betreut werden, und diese Begleitung, diese Betreuung bedarf auch einer finanziellen Absicherung und bedarf des äußeren Schutzes. Die Nöte und die Sorgen des Alltäglichen müssen doch etwas weggehalten werden, damit der Mensch sich dem Geistigen zuwenden kann, im umfassenden Sinne der Muse. Ja, das Musische im weiten Sinne bedarf auch der Ruhe, nicht der quälenden Sorge: Woher kommt das tägliche Brot? Es gibt wenig Menschen, auch in der Geschichte der Kunst, die, obwohl sie nicht wussten, was esse ich heute, trotzdem schöpferisch gewesen sind. Das sind eigentlich genaugenommen die großen Ausnahmen.

Kunst im Allgemeinen, auch das Schöpferische des Menschen, bedarf eines Schutzes. Sie sehen darin, dass beide Theorien vom Zufall und vom Schicksal, die der Vorherbestimmung und die des freien Willens, im Grunde genommen nicht ganz so griffig sind. Was aber stimmt? Wo leben wir? Was prägt uns? Ist gar der Zufall etwas, das mit dem Schicksal zu tun hat? Der Zufall, und da ist die Sprache sehr genau, deutet auf das zufallende, das Gegebene, aber nicht von einer bestimmten Person, sondern von einem Geschick. Aber Geschick und Vorsehung sind ungenaue Ausdrücke, sehr ungenaue, denn sie sind eigentlich nur zu denken durch einen genaueren Bezug des Menschen zu Gott. Erst dann können diese Begriffe ihren Sinn haben. Aber nichtsdestotrotz wird damit das Ganze schwerer zu verstehen.

Gibt es überhaupt eine Antwort auf diese Frage? Zufall, Schicksal, entstammen sie menschlicher Brust? Übernimmt sich der Mensch nicht, wenn er sich dieser Frage nähert und eine Antwort geben will? Ist das nicht die Antwort nach dem Sinn des Weltgeschehens, die Antwort, die den Sinn des Seins freilegt? Die Philosophie hat das immer gerne getan, Weltzusammenhänge, Menschliches im umfassenden Sinne, in einen Sinn zu fassen,  ein ganzes Weltumspannendes zu geben, das alles enthält, aus dem heraus alles sinnvoll ist. Aus diesem Stoff werden Systeme gestaltet. Systeme sind immer in einer jeweiligen Zeit entstanden, sind in der Sprache der Zeit gefasst und haben darin ihre Geltung. Sie weisen sicherlich darüber hinaus, doch haftet ihnen auch immer im Zuge der Zeit etwas Unmodernes an. So hatte das 19. Jahrhundert das Systemdenken des großen deutschen Idealismus satt. Man wollte sich wieder den Einzeldingen der Natur zuwenden, und sie eben nicht aus der Brille des Systems sehen. Aus diesen Einstellungen entstand viel Produktives. Der ungeheure Aufschwung des Technisch-Praktischen, der Naturwissenschaft, die Ausbeutung der Ressourcen der Welt, ist nicht zuletzt daraus zu verstehen, dass man systemmüde war.

Wir leben wieder in einer Zeit, die auch systemmüde ist. Es gibt kein gültiges System eines Philosophen unserer Tage, das Sinn stiftet in jeder Hinsicht. Wir können sagen, das ist gut so, und trotzdem fehlt uns etwas: die Möglichkeit, die Dinge systematisch betrachten zu können, sie eintragen zu können in eine Ordnung. Die Dinge, die Erscheinungen, bleiben alle irgendwie vereinzelt. Das ist ein Dilemma, denn der Mensch sucht meines Erachtens von Hause aus nach Sinn. Das braucht er. Auch wenn der Sinn in der Entwicklung des Menschen sich nicht immer als der Gleiche erweist, vielleicht durch einen anderen ersetzt wird, ist es doch der Sinn im Allgemeinen, den der Mensch braucht, um leben zu können. Wenn der Sinn auch nicht alles umfassen kann, so umfasst er doch manches, was wesentlich ist. Vielleicht hat man den Fehler gemacht, die philosophischen Systeme allzu wörtlich zu nehmen – wortwörtlich, gleichsam als seien sie neue Testamente, die die Welt und alles, was sie umspannt, abdecken. Vielleicht hat man vergessen, dass sie gesprächsweise Entwürfe waren. Entwürfe, Welt und Mensch denken zu können. Das ist wichtig. Heute spricht man vom Ende der Philosophie. Seit einigen Jahrzehnten geistert dieser Ausdruck durch die kulturkritischen Journale. Das Ende der Philosophie ist allenthalben zu sehen und zu verspüren. Die fehlenden Wertmaßstäbe bei der Betrachtung moderner Kunst oder politischer Phänomene sprechen genauso Bände, wie die Hilflosigkeit, seelischen Erscheinungen begegnen zu können.

Die Möglichkeit, Dinge in ihrer Einheit zu betrachten, in ihrem Bezug zu einem Einheitlichen, scheint uns abhanden gekommen zu sein. Am deutlichsten, darauf mache ich gerne aufmerksam, merken wir dies bei Nietzsches „Letztem Menschen“. Nietzsche hat nicht die Philosophie zerstört, er hat einen neuen Entwurf gegeben, einen neuen Entwurf, den Menschen zu denken. Das ist vielfach missverstanden worden, aber vielleicht ist das, was er gegeben hat, an einer Stelle wesentlich. Es gibt keinen Denker unserer Nation, der so entschieden die moderne Welt gesehen, kritisiert, analysiert hat, wie eben Nietzsche. Der letzte Mensch ist doch derjenige, der sich von seinem Menschsein verabschiedet hat, gerade weil er die Frage stellt: Was ist Sehnsucht, was ist Liebe, was ist Hoffnung? Er kann damit nichts mehr anfangen, aber er stellt wenigstens die Frage. Mir scheint dass wir in einer Zeit leben, in der nicht einmal mehr diese Frage gestellt wird, die Frage nach der Hoffnung, der Sehnsucht. Brauchen wir nicht Bilder des Lebens, um hoffen zu können, um Sehnsucht in uns zu verspüren? Brauchen wir nicht Denkweisen, Glaubensweisen, damit überhaupt so etwas möglich ist wie Hoffnung und Sehnsucht? Ist der Gedanke, dass das Schicksal der menschlichen Brust entsteigt, nicht vielleicht ein Gedanke des 19. Jahrhunderts, der seine Kraft, sein Leben angesichts des unseren längst verloren hat? Wie weit gestaltet eigentlich der Mensch sein Leben? Aus der Unterhaltung heraus? Ein Gedanke, der sich sehr stark aufdrängt. Geht der Mensch nicht auf seinem Wege der vollen Unterhaltung entgegen? Das sind etwas trübe Aussichten. Religionen haben in unserer Zeit, in unserer Kultur, die sich abendländisch verstehen will, sicherlich an Ausstrahlung verloren. Sie haben sie nicht zuletzt deshalb verloren, weil der Bezug des Menschen zu einem Absoluten längst relativiert wurde.

Sind Sehnsucht und Hoffnung nur möglich durch den Blick des Menschen auf ein Absolutes? Es braucht nicht das Absolute zu sein, das für alle verbindlich ist, an das alle glauben müssen, aber es muss in irgendeiner Form in meiner Seele aufleuchten, ein unbedingt Gültiges sein. Dies ist die deutsche Übersetzung des Absoluten, nicht wortwörtlich, aber im Übertragenen. Haben wir von einem unbedingt Gültigen, von einem Absoluten in unserer Geschichte, in der politischen, der menschlichen, der geistigen nicht längst schon Abstand genommen? Hat der Gang des Menschen zur Freiheit nicht zugleich zur Folge, auf das Absolute verzichten zu müssen, um möglichst frei und ungebunden zu sein? Wir wollen hier nicht über die Freiheit sprechen. Wenn für jeden Menschen der gleiche absolute Wert gültig sein soll, kann es keine uneingeschränkte Freiheit für jeden Einzelnen geben. Trotzdem, ich glaube, der Mensch braucht diesen Halt, er braucht dieses Absolute, dieses unbedingt Gültige – für sich! Nicht als etwas, das für alle gleich sein muss, das sie vereinheitlicht, „um Mensch zu sein“. Nein. Das Absolute stellt sich für jeden einzelnen anders dar. Aber es ist für ihn gültiger Sinngehalt. Der scheint mir notwendig. Denn es gibt keinen relativen Sinn. Sinn gibt es nur in Bezügen, die gelten. Erst in diesen geltenden Bezügen kann der Mensch Halt finden. Den braucht er auch, um sein Lebensschiff zu steuern in wilder See. Und die See ist oftmals wild. Halt ist notwendig, doch wo wird er geboten in dieser unserer Gesellschaft, im „Lebensstandard“, der Karriere, im Profit?

Aber das sind in der Tat vergänglich Werte, denn dahinter steht die echte Haltlosigkeit. Ein seltsames Phänomen, denn im Grunde genommen gibt der reine Gewinn, das Gewinnorientiertsein, eben nicht den versprochenen Halt. Dahinter muss etwas anderes stehen, sonst verliert der Mensch schnell sein Gesicht.

Der Verlust von Gesichtern ist etwas, das wir fast tagtäglich sehen können. Gesichtslosigkeit ist auch immer ein Zeichen der Haltlosigkeit. Die Politik spricht da Bände. Ich glaube, wir müssen uns auf den Weg machen, das zu suchen, was für uns Sinn hat. Jeder Einzelne braucht Halt, um zu leben, zu entwerfen, zu gestalten. Ich sprach von den beiden Theorien der Lebenssicht: Der Theorie des Vorherbestimmten und der Theorie des freien Willens. Es gibt eine dritte Möglichkeit, nämlich, dass der Mensch in sich die Notwendigkeit verspürt, sich auf den Weg zu machen, Sinn und Leben zu suchen, selbst zu entwerfen, auch wenn es nicht immer geht, selbst wenn er versagt, enttäuscht wird, verzweifelt. Und doch, dieser Weg, Sinn zu suchen, ist wesentlich und wichtig. Und schauen Sie, alle Entwürfe des Lebens gibt es in Angeboten, Angeboten des Erbes und der Vergangenheit, aber sie können nie als solche genommen und aus dem Born der Tiefe geholt werden, wenn sie nicht zugleich umgestaltet werden als Entwürfe des jetzigen Lebens. Rezepte enthalten eine Vergangenheit, nie aber Schätze, die der Mensch gleichsam ummünzen muss, um ein Morgen zu gewinnen, eine Zukunft im Blick zu haben. Das ist es, was wir vielleicht in dieser unserer Zeit vergessen haben. Es gibt, und das ist ja das Interessante, augenblicklich nicht nur kein gültiges, kein allgemein anerkanntes philosophisches und damit ethisches System, es gibt gar keines mehr. Aber es gibt auch keine Gesellschaftstheorie mehr. Eine ganz wichtige Angelegenheit. Die letzten Jahrhunderte haben immer davon gelebt, eine Anzahl von Entwürfen zu haben, in denen eine Gesellschaft von morgen ins Auge gefasst wird. Das gibt es nicht mehr, und die Entwürfe, die vielleicht noch vorhanden sind, sind mehr als angekränkelt. Wichtig ist aber daran eines: Wir müssen ein Morgen entwerfen, wir müssen auch Vorstellungen des Zusammenlebens haben. Das ist ja das, was die Bilder des Lebens ausmacht.

Eine Sehnsucht geht nie in das Vergangene, sie nimmt Vergangenes auf, um sie in einem Morgen, in einer Zukunft erwarten zu können. Dies ist der Genius des Geistes, aus dem Vergangenen zu leben, weil es in einem Zukünftigen erwartet wird. Zufall und Schicksal – entstammen sie der menschlichen Brust? Das war die Frage. Der Horizont der Antwort könnte lauten, dass vieles von dem, was Schicksal ist, auch in eigener Regie liegen könnte. Nicht alles, nicht jedes, denn Sinn in allem zu sehen und zu suchen ist bestimmt nicht richtig. Das Leiden des Menschen zeigt es und deutet es an. Aber doch ist manches dem Menschen möglich. Seinen Charakter wird er wohl sicherlich nicht ändern können, aber einige Ecken und Kanten können auch ein wenig abgeschliffen werden. Das täte manchen Menschen gut und es geht auch. Der Charakter ist immer ein Wesenszug, ein Eigentümliches eines jeden. Er gehört sicherlich zum menschlichen Eigentum, das zu schützen ist. Aber manchmal kann ein Charakter auswuchern, und das tut nicht gut. Mit dem Begriff des Charakters sehen Sie schon die Schwierigkeiten der Beantwortung. Eine Lösung enthalten sie nicht, aber sie geben zu denken. Das Schicksal zeigt etwas: Es zeigt die Gebundenheit des Menschen an die Zeit und in der Zeit, in der er lebt. Zugleich aber auch das, was als Zeit in ihm angelegt ist, das er entwerfen kann. Insofern entsteigt das Schicksal der menschlichen Brust. Der Zufall ist das Eingebundensein in einem Höheren, das uns zuerst gar nicht durchsichtig ist, das aber bei der näheren Betrachtung Sinn birgt, den es zu suchen gilt, um den Halt zu erlangen.

 

          „Fromm sein heißt, immer auch das Maß zu wissen,
          wo dieses hier und jenes dort sein Leben fügt,
          und Freiheit ist nur da, wo es eines nicht zum
          Haupt des Ganzen sich erkürt“

Manuel Tögel

 
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