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Gemeindefahrt 2007

Von der Zollernalb zur Donau –7. bis 12. Mai 2007

Renate Tögel
Am 7. Mai kam Regen,
für die Landwirtschaft ein Segen!
Für uns war’s nicht so schlimm, 
wir saßen im trockenen Bus ja drin.
Die Fahrt tat gut gelingen, 
wir wollten nach Sigmaringen.

Wie Sie sicher gleich festgestellt haben, ist unsere liebe Martha Döhn wieder aktiv gewesen. Sie hat übrigens einen großen Fan-Kreis, der ungeduldig auf ihre Gedichte wartet. Ich möchte mich vorab schon mal bedanken, dass sie wieder so kurz und bündig, trotzdem aber informativ, unsere verschiedenen Stationen wiedergibt.

Unser Start verlief, wie Sie schon gelesen haben, wieder problemlos und bei unserer Mittagspause hatte sich der Regen bereits verzogen. Im Bus erhielten die Teilnehmer erst mal ihr Informationsmaterial mit den verschiedenen Stationen unserer Reise, was die Vorfreude noch erhöhte. Das Hotel Fürstenhof gefiel allen ganz gut, die Zimmer waren sehr schön geräumig und Kleinigkeiten, die stören, gibt es überall. Am ersten Abend haben wir auch, wie im Prospekt versprochen, fürstlich gespeist, in den folgenden Tagen lernten wir, dass es auch arme Fürsten gibt. Die Abende konnten wir sehr gemütlich und fröhlich im Hotel verbringen. Was heißt hier „konnten“? Wir mussten! In der Kreisstadt Sigmaringen, die übrigens sehr schön ist, werden um neun Uhr abends sämtliche Bürgersteige hochgeklappt, das Personal im Hotel dagegen hielt mit uns bis zum Ende durch. Besonders freuten wir uns, dass Manuel uns nach dem Abendessen noch einen besonderen Genuss servierte: Uhlands Ballade „Schwäbische Kunde“. Er musste sie nicht alleine vortragen, denn nahezu die ganze Gruppe kannte aus der Schulzeit noch den Text und sprach ihn freudig mit. Sie glauben, Sie kennen diese Ballade nicht? Ich denke, wenn ich den Anfang schreibe, sehen sie das anders: „Als Kaiser Rotbart lobesam ...“

 

Am nächsten Morgen ging’s zum Schloss;  

Es liegt sehr hoch und ist recht groß.
Kunstschätze aus manchem Jahrhundert
haben wir dort sehr bewundert.

Bevor wir das Schloss Sigmaringen besuchen, das übrigens sehr imposant über der Stadt liegt, müssen wir natürlich etwas über die Hausherren erfahren. Die Zollern wurden erstmals 1061 erwähnt. Der Name der Dynastie leitet sich von der bei Hechingen gelegenen Bergburg Hohenzollern ab. Im Jahr 1192 erhielt Graf Friedrich III. von Zollern in Anerkennung seiner den staufischen Kaisern geleisteten Dienste die Burggrafschaft Nürnberg als Lehen. Im Jahr 1214 kam es zu einer Erbteilung und es entstanden zwei Hauptinien des Hauses Hohenzollern: die schwäbische Linie und die fränkische Linie. Wir widmen uns der schwäbischen Linie, denn wir sind ja in Sigmaringen und nicht in Nürnberg. 

Das Schloss wurde im 17. und 19. Jahrhundert kräftig umgebaut, weshalb nicht mehr viel von den ältesten Gemäuern zu sehen ist. Während der Führung erfuhren wir, dass heute Fürst Friedrich Wilhelm der Chef des Fürstlichen Hauses Hohenzollern ist. Der Fürst sieht die Aufgabe und Verpflichtung des Fürstenhauses vom 20. zum 21. Jahrhundert im sozialen und kulturellen Engagement, Einsatz für Wirtschaft und Fremdenverkehr, insbesondere für die Erhaltung von Arbeitsplätzen im Hüttenwerk Lauchertal. „Unser Fürst“, die Bezeichnung hörten wir noch öfter auf unserer Reise, wird in der ganzen Gegend wohl sehr geachtet und geschätzt. Leider war er an diesem Tage nicht zu Hause, um uns persönlich zu begrüßen. Also fuhren wir weiter zu unserer nächsten Station.

 

Nach Neufra fuhren wir weiter                                                              

(die Sonne schien jetzt heiter).
Hängegärten wollten wir finden
Über Umleitung gelang es uns von hinten.
Riedlingen ist ein hübscher Ort,
die Mittagspause verbrachten wir dort.
So einfach waren die hängenden Gärten von Neufra gar nicht zu erreichen und dort endlich angekommen stellten wir fest, dass in den Gärten überhaupt nichts hing, jedenfalls keine Pflanzen. Wir hörten dann vom Chef, dass wir uns das auch ganz falsch vorgestellt haben, denn die Bezeichnung bezieht sich nicht etwa auf eine Blütenpracht, sondern auf die terrassenförmige Anlage. Trotzdem war es eine sehr schöne Exkursion durch eine blühende Landschaft.

 

Die Klosterkirche Zwiefalten
ist heute noch sehr gut erhalten.
70 Mönche plus Laien lebten eins dort,
an diesem früher romanischen Ort.
1739 wurd’ alles abgehauen,
um später wieder neu zu bauen.
Es wurde bald damit begonnen,
die besten Meister hat man gewonnen.
Barock war neuer Stil dieser Zeit.
1750 bekam’s Kloster Reichsunmittelbarkeit.
Uns hat diese Pracht fast erschlagen,
Dr. Tögel hat dazu was zu sagen:
Der Geschmack ist verschieden zu jeder Zeit,
tolerant zu sein soll’n wir auch hier bereit!
Bevor wir die Klosterkirche Zwiefalten betreten durften, bekamen wir erst einmal den Kopf gewaschen, nur weil ein paar von uns bei der Aussicht auf Barock die Nase rümpften. Wir sollten gefälligst bedenken, dass die Menschen damals schwere Zeiten hinter sich hatten und nicht mehr die dunklen Kirchen haben wollten, sondern helle, freundliche Räume mit einer Ausstattung, bei der die Leute was anschauen konnten. Als wir dann die Kirche betraten, wussten wir, warum wir derart darauf vorbereitet wurden. Alle haben ihre Bewunderung kund getan, obwohl die meisten wahrscheinlich erst mal einen Schlag von dem überladenen Raum bekommen haben. Aber wir durften ja nicht schimpfen, weil wir sonst intolerant gewesen wären, und das wollen wir nun wirklich nicht sein! Zur Belohnung sind wir dann nach Heiligkreuztal weiter gefahren, wo wir eine altehrwürdige Zisterzienserinnenabtei bewundern konnten.

 

Heiligkreuztal, Klosterstadt, 1227 gegründet,
1256 Klosterweihe.
Hier lebten Zisterzienserinnen.
Man kann sich in Ruhe besinnen.
Die Basilika wurde 3-schiffig gestalten (1319)
Die Ursprünglichkeit bis heute erhalten.
Am Mittwoch regnete es nur einmal! Trotzdem konnten wir eine der schönsten Landschaften genießen. Was wir außerdem noch gesehen haben, schreibt Martha so ausführlich, dass dem nicht hinzuzufügen ist, außer vielleicht, dass uns das Städtchen Trochtelfingen so gut gefallen hat, dass wir am liebsten dort noch länger geblieben wären. Ein kräftiger Regenguss machte diesem Unterfangen schließlich ein jähes Ende, alles stürzte zum Bus und bei der Mittagspause in Reutlingen trafen sich die meisten in einem hervorragenden griechischen Lokal wieder.

 

Die Fahrt durchs schöne Lauchertal
bracht Regen und Nebel überall.
In Veringendorf sahen wir dann
Wandmalereien in St. Michael an.
Sie wurden 1320/1330 gemalt,
man bemüht sich heute um ihren Erhalt.
Die romanischen Türme haben auch angelockt,
sie wurden 1723 aufgestockt;
um ein Glockengeschoss darauf anzubringen,
das Geläute sollte recht weit erklingen.
Nach Trochtelfingen fuhren wir nun,
sah’n uns dort auch nach Wandmalereien um.
In der Martinskirche haben wir bewundert
die Bilder vom Anfang des 14. Jahrhundert.
Heinrich Gretzinger, damals berühmt in der Stadt,
das Jüngste Gericht und anderes verewigt hat,
an der Wand der Kirche um 1430,
man sieht, dieser Maler war äußerst fleißig!
Nach Reutlingen fuhren wir sodann,
der Besuch der Marienkirche stand dort an.
Romanik bis Hochgotik ist zu sehn
Figuren tragende Pfeiler sind auch sehr schön.
Um den Stauferkaiser Friedrich II. zu ehren,
der 1247 einer Belagerung konnt’ wehren,
gingen Reutlinger Bürger nun daran
und fingen den schönen Kirchenbau an.
Jetzt gingen wir endlich zum Essen hin,
ein Stadtbummel war heute auch noch drin.
Der Bus stand bereit, wir stiegen ein
und fuhren weiter nach Lichtenstein.
Dort steht ein auf Felsen gebautes Schloss -
der Regen beharrlich vom Himmel goss -.
In Kälte und Nebel mussten wir warten,
bis endlich die Besichtigung konnte starten.
Alte Waffen und Rüstungen sind dort gesammelt,
alles gepflegt, nichts ist vergammelt.
Im 19. Jahrhundert wurd’ das Schloss gebaut,

der Roman von Wilhelm Hauff war dem Bauherrn vertraut.

Die Phantasien des Romans sollten Vorbild sein,
so entstand dann das Märchenschloss Lichtenstein.
Na, was habe ich gesagt? Sie können sich sicher vorstellen, dass dieser Tag trotz des Regens, für uns alle sehr beeindruckend war. Beim Schloss Lichtenstein wurde noch eine kurze Kaffeepause zum Aufwärmen gemacht und dann ging es direkt ins Hotel, wo wir dann genügend Zeit hatten, um uns für den Abend noch schöner zu machen. An diesem Abend lernten wir dann wirklich die Küche total verarmter Fürsten kennen. Wir erhielten jeweils zwei so weiße längliche Stücke, so eine Art Wurst. Soll eine lokale Spezialität sein. Wir haben uns dann an den Barock-Vortrag erinnert: tolerant sein, man muss alles erst mal kennen und verstehen lernen. Ich habe es kennen gelernt, aber verstanden, warum man so was isst, habe ich nicht.

 

Am Donnerstag mussten wir früh aufstehn,

das Hohenzollernschloss wollten wir heute besehn.
Auch hier großer Prunk in vielen Räumen;
Die Dame, die führte, tat manches versäumen.
Die Geschichte der Preußen ist uns ja nicht neu,
auch heute sind manche noch „kaisertreu“!
Zum 100-jährigen Gedenken des Drei-Kaiser-Jahres,
im Jahr 1888 war es,
schuf Frau Krüger aus Bronze ein schönes Relief
und schickt es Louis Ferdinand, dem Hohenzollernchef.
Heute ist Georg Friedrich in Position,
er ist von Louis Ferdinand der Enkelsohn.
Er ist ein netter junger Mann,
Frau Krüger sprach ihn sogar an.
Das Relief bekamen wir auch zu sehn,
die drei Köpfe sind wirklich ähnlich und schön
(Wilhelm I., Friedrich III., Wilhelm II.).
Die Besichtigung des Hohenzollernschlosses war wirklich ein Höhepunkt unserer Reise, obwohl die Dame, die uns führte, doch leider erhebliche Sprachschwierigkeiten hatte. Trotzdem erfuhren wir, dass „unser Prinz“ im Schloss weilte, aber wahrscheinlich würde er an seinem Schreibtisch sitzen und arbeiten. Als wir im Schlosshof noch etwas verweilten, sahen Manuel und ich einen jungen Mann an seinem Auto rumfuhrwerken, der im Profil eine Wahnsinnsähnlichkeit mit Wilhelm II. hatte. Ein Blick auf die Auto-Nummer war die Bestätigung, es war der Prinz höchstpersönlich. Natürlich setzte Manuel sofort ein Lauffeuer in Gang, und so wusste innerhalb von Sekunden die ganze Gruppe, dass Georg Friedrich Prinz von Preußen auf dem Weg ins Schlossrestaurant war. Frau Krüger erwischte ihn und war überglücklich, dass er sich die Zeit nahm, mit ihr ein Gespräch zu führen. Während wir danach noch unser Gruppenbild machten, fuhr er mit seinem Auto ab in Richtung Berlin und winkte uns noch einmal zu. Nicht nur die Kaisertreuen winkten freudig zurück!

Nach diesem Eindruck mussten wir erst mal was essen gehen. So musste die Klosterkirche St. Luzen bis nach unserer Mittagspause warten. Die Kirche hat eine interessante Geschichte: 1328 wurde sie als Pfarrkirche der Siedlung Hechingen erwähnt. Doch kurze Zeit darauf entstand die Hechinger Oberstadt und ein Chorherrenstift, auch eine gotische Kirche wurde gebaut, so dass St. Luzen in einen Dornröschenschlaf fiel. Graf Eitelfriedrich I. von Hohenzollern-Hechingen weckte sie aus diesem Schlaf und schaffte ein Bollwerk der Gegenreformation im damals modernen Renaissancestil. Selten ist eine solche Fülle an Dekorationen und Verzierungen aus dieser Zeit zu sehen, denn mit dem Barock, für den wir ja inzwischen so viel Verständnis haben, kamen oft einschneidende Umgestaltungen. In St. Luzen wurde zwar einiges verändert, wie z.B. das Maßwerk der Fenster, weil der Raum heller gestaltet werden sollte, doch es hielt sich noch in Grenzen. Der ganze dekorative Schmuck allerdings wurde einfach weiß überstrichen, was man aber zum Glück wieder rückgängig gemacht hat.

 

Die Zollernstadt Hechingen wurd’ „die Arme“ genannt,
der 30-jährigen Krieg hatte sie ausgebrannt.
In der Klosterkirche St. Luzen, viel Barock ist auch hier zu sehn,
einen Kalvarienberg kann man dann draußen begehn,
in kleinen Häuschen, einfach gemacht,
sind die Stationen untergebracht.
Nach Haigerloch fährt der Bus nun rum,
dort forschten die Deutschen einst mit Atom (Heisenberg u.a.).
Einen Meiler wollten die Physiker bauen,
alles geheim, man konnt’ keinem trauen.
Zum Einsatz zu spät, Amerikaner kamen,
die alle Unterlagen mit sich nahmen.
Sie werden sich wahrscheinlich wundern, dass wir den Atomkeller von Haigerloch auf dem Programm hatten. Einige waren auch etwas skeptisch, ob sie sich für die Sache überhaupt interessieren würden. Doch wir hatten Glück mit der Führung und es war doch sehr interessant zu hören, wie und was in diesem Keller während des Zweiten Weltkrieges so vor sich ging und auch, dass der Keller und die versteckten Uranklötze nach dem Krieg von den Amerikanern entdeckt und zerstört bzw. weggeschafft wurden. Der Pfarrer von Haigerloch konnte die Sprengung des Kellers verhindern, weil er einem amerikanischen General die darüber stehende Kirche zeigte, die dabei unweigerlich mit zerstört worden wäre. Haigerloch stand damals unter französischer Besatzung. Wie die Amerikaner in diese Zone überhaupt reinkamen, ist rästelhaft.

 

Am Bus sollten wir uns dann wieder melden,
wir fuhren nämlich noch nach Burgfelden.
Ein romanisches Kirchlein wir dort fanden,
ein Flachdeckensaalbau, um 1100 entstanden.
Auch Fresken, sehr lange unentdeckt (1891/93)
werden endlich wieder freigelegt.

Der Besuch der kleinen Kirche in Burgfelden war ein wunderschöner Abschluss des Tages. Diesen Abend hatte Mörike die Ehre, uns mit seinen Gedichten zu erfreuen. Manuel erklärte uns, dass er als Sechsjähriger und als Zwölfjähriger jeweils ein bestimmtes Mörike-Gedicht besonders liebte, beide trug er vor. Wir lauschten und stellten fest: Manuel muss ein komisches Kind gewesen sein.

Seit einigen Jahren mieten wir bei unseren Gemeindefahrten unseren Bus bei ortsansässigen Unternehmen. Das hat u.a. zum Vorteil, dass man so manchen Geheimtipp erhält, der nicht in den Reiseführern steht. Unsere ersten beiden Zielen am Freitag, die uns besonders begeistert haben, verdanken wir solchen Hinweisen. Der Kräutergarten des Augustiner-Chorfrauenstiftes Izighofen war so einmalig schön, dass wir fast die Zeit vergaßen. So hatte Ilse Stüven, die sich an diesem Tag mit dem Fahrrad selbständig gemacht hatte, keine Mühe uns einzuholen. Auch bei der nächsten Station trafen wir sie wieder: in der kleinsten Basilika der Welt in Thiergarten. Nach diesen beiden romantischen Exkursionen waren wir bereit, uns dem protzigen ehemaligen Augustinerchorherrenstift Beuron zuzuwenden. Die Geschichte dazu lesen Sie in Marthas Gedicht. Nur kurz zur Beuroner Kunst: sie erinnert unheimlich an den Jugendstil, der allerdings erst viele Jahre später entstanden ist. Einiges sieht man in Beuron selbst noch, aber vieles wurde zerstört. Doch Ilse Stüven hat uns von ihrem Weg nach Beuron mit dem Fahrrad Fotos der St. Maurus-Kapelle  mitgebracht, die mit dem Bus leider nicht erreichbar war. Dort sind schöne Beispiele der Beuroner Kunst erhalten geblieben. Vielleicht machen wir unsere nächste Gemeindefahrt mal mit dem Fahrrad.

 

Augustiner-Chorfrauenstift Izighofen
Dort waren wir nur in dem Kräutergarten,
es gibt da unendlich verschiedene Arten.
Für uns war das alles sehr interessant,
denn vieles davon war uns unbekannt.
Ilse Stüven fand heute das Busfahren zu fad,
sie strampelte mit Gegenwind lieber per Rad!
Die kleinste Basilika dieser Welt
wurd’ uns in Thiergarten vorgestellt.
Wir fuhren heut’ durchs herrliche Donautal,
der Fluss fließt in Windungen und ist noch sehr schmal.
Kloster Beuron war dann die nächste Station,
es bestand bis zur Säkularisation (1802).
Danach standen alle Gebäude leer,
erst 1862 zogen zwei Mönche hierher.
Die holten dann andere Brüder herbei,
1868 wurde Beuron sogar zur Abtei.
Auch Erzabtei ist sie dann bald geworden,
umfasste zwölf Abteien, drei Priorate und vier Frauenorden.
„Beuroner Kunst“, ab 1860 bekannt,
bis ins 20. Jahrhundert noch Kunststil im Land.
Nachdem wir uns im Klosterrestaurant gestärkt hatten, wurde noch die Klostermetzgerei gestürmt und dann suchten wir vergeblich die Donauversickerungen. Selbst unser Busfahrer war diesbezüglich ratlos, hatte aber eine gute Idee. Wenn wir die Donau schon nicht versickern sehen, schauen wir sie uns halt von oben an. Er fuhr uns an eine Stelle, von der aus wir einen herrlichen Rundumblick auf das Donautal hatten, allerdings schwindelfrei musste man schon sein. Einige nahmen danach die Gelegenheit zu einem Spaziergang wahr, andere frönten der Leibeslust dahingehend, dass sie in dem nahegelegenen Kaffee mit Ausblick herrliche Torten genossen. Mit Blick auf das „Fürstenmahl“ am Abend hatte hier keiner Hemmungen.

 

Die Donauversickerungen nicht gefunden,
das Wasser ist irgendwo versunken.
Unser Fahrer wusste dafür Ersatz,
er brachte uns zu einem guten Platz,
die Donau ganz klein sieht man tief unten fließen,
wir konnten den herrlichen Ausblick genießen.
Am letzten Abend wurd’ nach dem Essen
wie immer gemütlich beisammen gesessen.
Papierblumen lagen auf allen Tischen,
sie waren viel schöner als alle frischen!
Ilse Stüven und andere haben sie gemacht,
dabei wurd’ natürlich auch viel gelacht.
Lustige Reden sind bei uns Tradition,
gehalten von Emil Erbacher, Ilse Stüven und Annelie Bonn.
„Schutzengel“ hatten die Drei gekauft,
Annelie und Emil sind sie getauft.
Renate und Manuel soll’n sie behüten,
damit sie noch viele Reisen uns bieten.
Noch etwas ist jeden Abend gewesen,
Uhland-Gedichte hat Manuel gelesen.
Wir lauschten, wie immer, sehr gebannt,
denn einige waren uns unbekannt.
In geheimer Wahl wurd’ dann auch noch gesucht,
wohin wird die nächste Reise gebucht?
Zwischen Augsburg und Essen wurde dann gewählt
und für Augsburg die meisten Stimmen gezählt.
Wenn’s klappt, geht’s dort hin dann im nächsten Mai,
wir hoffen, dass viele sind wieder dabei.
Ja, das hoffen wir auch! Doch zunächst einmal zu dem gelungenen Abschlussabend. Herzlichen Dank an Annelie, Ilse und Emil. Nicht zu vergessen auch unser Dank an Monika, die einen Supertipp bezüglich der Modernisierung unseres Haushalts gegeben hat. Die ganze Gruppe hat sich an diesem Projekt beteiligt und wir haben uns riesig gefreut. Die Abstimmung über das Reiseziel 2008 war wieder sehr, sehr spannend. Wir fahren vom 26. bis 31. Mai 2008 nach Augsburg. Doch schauen wir jetzt noch kurz auf unsere Heimreise.

 

Wir fuhren ganz pünktlich zur Heimfahrt los,
zuerst lief auch alles ganz reibungslos.
Unser Fahrer braucht’ dann aber viel Geduld,
’ne sehr lange Baustelle war daran schuld.
Im „Ochsen“ in Ladenburg wartete man,
bis endlich wir Hungrigen kamen an.
Bis Frankfurt ist’s dann ja nicht mehr sehr weit,
zum Bahnhof kamen wir zur richtigen Zeit.
Wir danken den Tögels sehr zum Schluss
und hoffen auf die nächste Reise im Bus.
Schon das dritte Jahr haben wir unseren Abschiedsschmaus im „Ochsen“ in Ladenburg zu uns genommen. Fahren Sie mal hin, es ist nicht weit von Frankfurt und Sie werden uns verstehen. Vielleicht wurde schon deshalb Augsburg der Stadt Essen vorgezogen. Am Frankfurter Hauptbahnhof kam dann der große Abschied. Die Woche war wie im Flug vergangen. Nochmals herzlichen Dank an Martha Döhn für ihr literarisches Werk und an die ganze Gruppe für die schönen gemeinsamen Tage. Wie schon gesagt, unsere nächste Gemeindefahrt geht

 

vom 26. bis 31. Mai 2008 nach Augsburg.

 

Vielleicht möchten Sie ja mal mit uns kommen? Dann bitten wir um Voranmeldung im Sekretariat.

Eine besondere Überraschung können wir Ihnen am Adventsnachmittag am Samstag, dem 1. Dezember 2007 bieten: Monika Gröneveld hat während unserer Reise gefilmt. Das Ergebnis können Sie sich an diesem Tag anschauen.

 

Renate Tögel

 
© 2007 Unitarische Freie Religionsgemeinde Frankfurt/Main